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Thema: SM Allgemein
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Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: CH_Lady_of_Torture
Datum: 08.04.10 18:45

Ich habe diese interessante von einem Mann kreierte Ausführung auf einer anderen Plattform gefunden & " geklaut" - sie brachte mich zum wissenden Schmunzeln, und nun will ich euch daran teilhaben lassen! :
--------

--> Alle Männer haben Angst vor Frauen, auch wenn wir dies bestreiten, nicht spüren oder nicht wahrhaben wollen.

Genauer gesagt: Angst davor, die körperliche, sexuelle, emotionale und/oder geistige Zuwendung und Anerkennung von Frauen nicht zu bekommen oder zu verlieren.

Wie fühlen uns in unserem Selbstwertgefühl höchst abhängig davon, durch Frauen wahrgenommen, geachtet, begehrt und versorgt zu werden. Und eben dieses Abhängigkeitsgefühl erzeugt Angst, Verlust–Angst, und dieses um so mehr, je mehr es außerhalb unserer bewußten Wahrnehmung bleibt. Denn die, von der ich mich abhängig fühle, wird mächtig, hat Macht über mich. Nun sind aber eben Abhängigkeit und Angst so unangenehme Gefühle, daß wir uns ihnen meist nicht freiwillig stellen, sondern sie abwehren, in unserem Bewußtsein gar nicht zulassen, was ihre unterschwellige Wirksamkeit leider noch erhöht. Denn nur was im „Scheinwerfer des Bewusstseins“ wahrgenommen wird, wird auch unseren bewussten Veränderungsbemühungen zugänglich.

Daraus entstehen zwei Grundformen männlicher Angst–Abwehr:

(Ich vermute, dass manches von dem hier Beschriebenen für Frauen umgekehrt auch zutrifft, konzentriere mich aber gerne auf uns Männer aus der Sichtweite von mir als Mann. Und es interessiert mich, wie Frauen dies von sich beschreiben würden).

UNTERORDNUNG und/oder VERSCHMELZUNG:

Die erste Form besteht darin, Frauen zu idealisieren und sich ihnen und ihren Sichtweisen anzupassen.
Es besteht bzw. bleibt das Bild der guten Mutter, der unerschöpflichen Quelle, aus der mir allezeit Heil und Segen zufließen wird. Diese Quelle kann ich mir erhalten, indem ich so werde, wie Frauen mich als Mann gerne hätten (bzw. wie ich mir das als Mann ein–bilde) oder versuche zu werden „wie sie“. Ich werde ein „Mann von Frauen’s Gnaden“, ohne eigene Kontur – ewiger Jüngling, jungenhafter Geliebter, Softie oder verweiblichter Mann. Die Idealisierung schafft und hält Abstand, eine wirkliche Begegnung findet nicht statt. Die Illusion von Kontrolle

(Sie tut was ich will, wenn ich mich nur so verhalte, wie sie mich haben will) und Unabhängigkeit (Ich erreiche sie ja doch nie, sie mich aber auch nicht) bleibt erhalten.

ÜBERORDNUNG und/oder DISTANZIERUNG:

Die zweite Form der Angst – Abwehr besteht darin, Frauen abzuwerten, sie zu Objekten zu machen und benutzen – einschließlich Gewaltanwendung unterschiedlicher Arten – und auf diese Weise Zuwendung und Anerkennung zu erzwingen.

„Wenn sie mich schon nicht lieben, sollen sie mich wenigstens fürchten“. Wem ich mich überlegen fühle oder gebärde, vor dem oder der brauche ich mich nicht (mehr) zu fürchten. Ich habe die Kontrolle, ich habe ein Bild von ihr, dem sie sich anzupassen hat, ich brauche ihre Macht und zugleich ihre Andersartigkeit nicht wahrnehmen und nicht berücksichtigen. Ich weiß, wie Frauen sich und was sie brauchen. Oder ich brauche sie gleich nicht, besser geht’s mir ohne Frauen. Hieraus entsteht die Figur des Macho in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen, gefangen in der Gegenabhängigkeit, „Mann auf Frauen’s Kosten“.

In beiden Formen wird das Selbstwertgefühl als Mann von Frauen bezogen, aus ihrer Überhöhung/eigener Unterwerfung oder ihrer Unterwerfung/eigener Überhöhung. Dies sind die zwei Spielarten der übermäßigen „Mutter – Bindung“ bzw. ungenügenden oder unangemessenen Vater – Bindung. Wesentliche Begegnung mit dem anderen Geschlecht in seiner Andersartigkeit findet in beiden Formen nicht statt – deshalb auch soviel Suche, Wechsel der PartnerInnen. Unverbindlichkeit verringert die Angst, lässt aber die Seele hungern.

Wie lassen sich Abhängigkeitsgefühl und Angst – Abwehr erklären? Wie entstehen sie?

In den ersten Lebensjahren ist dieses Abhängigkeitsgefühl durchaus verständlich, es hat einen realen Hintergrund. Denn die Hauptquelle für körperliche, emotionale und geistige Zuwendung und Versorgung sind auch heute noch fast immer Mama oder andere weibliche Bezugspersonen. Von ihnen hängt mein Wohl und Wehe ab. Versiegt diese Quelle, bin ich existentiell gefährdet. Also werde ich alles daran setzen, mir ihre Zuneigung und ihre Anerkennung zu erhalten. Ich identifiziere mich also mit ihren Ansichten, Werten, ihrer Sicht der Welt und – ihrer Sicht von mir. Und dies als Junge um so mehr, als ich merke, dass ich körperlich von ihr verschieden bin, und ihr auf dieser Ebene nicht „gleich werden“ kann. Ich bemühe mich also zu werden, wie Mama mich haben will, entsprechend ihrem Bild von Junge/Mann. Dies wäre auch ganz „normal“ und unproblematisch, wenn die Väter in der Familie dazu einen Ausgleich schaffen würden, wenn ich mich als Junge mit dem Vater identifizieren und dadurch die Andersartigkeit der Mutter leichter ertragen könnte, wenn der Vater als Quelle für Zuwendung und Anerkennung in einem vergleichbaren Maße zur Verfügung stünde. Dies ist aber meist nicht der Fall. Als Väter sind wir Männer schon rein zeitlich weniger anwesend, und häufig gilt das auch für unsere seelische Präsenz, wenn wir dann da sind. Die Jungen bleiben somit vermehrt auf die Zuwendung und Anerkennung von Frauen verwiesen. Dies stärkt die Abhängigkeit. Die Überordnung lässt sich vielleicht als „Flucht nach vorn“ verstehen. Wenn ich schon so anders bin als Mama, dann eben gleich das Gegenteil. Ich definiere mich durch Abgrenzung, Mannsein ist Nicht – Frausein, ich gewinne meine eigene männliche Identität in der Umkehr weiblicher Denk-, Fühl und Verhaltensweisen, das ganze teils bewusst inszeniert, teils unbewusst, zu einem guten Teil auch abgeschaut von männlichen „Vorbildern“ in meiner Umgebung und den Medien.

So leben wir als Väter z. B. unseren Söhnen (und natürlich auch den Töchtern) Beziehungs–Gestaltungen zu Frauen vor, wie wir sie selber gelernt haben. Und wenn wir unsere Angst vor den Frauen bisher nicht wahrgenommen und bearbeitet haben, so sind dies eben oft Spielarten der genannten Abwehrformen der Unter – oder Überordnung. Die Jungen können von uns also nur lernen, was unserem eigenen Entwicklungsstand entspricht. Manchmal ein Teufelskreis. Vielleicht ist dies zugleich ein Schlüssel zum Verständnis patriachaler Strukturen – eine gigantische Inszenierung unserer eigenen männlichen Angst–Abwehr?

Und was können wir nun als Männer, mal angenommen die bisherigen Überlegungen würden „Sinn machen“, tun? Zur Lösung braucht es m. E., dass wir Männer uns dieser Angst, unserem Abhängigkeitsgefühl von Frauen und ihrer Zuwendung stellen – auch wenn sich das zunächst unangenehm anfühlt und eigene Weltbilder und Bezugsrahmen in Frage stellt. <--

Lady Marion


>> Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.04.2010 um 09:10 Uhr von **ChatSupport

RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: ^^V^^.DarkAngel.^^V^^
Datum: 09.04.10 11:42

Oooooch *gg

Ob er sich hier angemeldet hat? Dem Mann muss geholfen werden. *smile

Gruß von DarkAngel


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: kagerian
Datum: 09.07.10 19:36

ich musste garnicht lange lesen um mich zu entscheiden ...
--> Alle Männer haben Angst vor Frauen, auch wenn wir dies bestreiten, nicht spüren oder nicht wahrhaben wollen.

ich persönlich liebe solche aussagen *grins*
nach dem motto: alle menschen sind frauen, auch wenn sie es nicht merken, sehen, so fühlen oder im stehen pinkeln ....
einfach mal eine behauptung mit "wasserdichtem lack" annmalen und weisheit verteilen .... schön & lustig
amüsierte grüße,


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Secil
Datum: 09.07.10 20:25

Hallo

Dieser Jemand ist bestimmt eine viel denkende Persönlichkeit. Schön... das macht das Leben bunt.
Aber hier sieht er nur schwarz und weiss ( das ist in dem Zusammenhang auch sicher gewollt)
Ob man das alles hinterfragen muss?
Ich denke nein.
Das Leben spielt sich nicht nur in sexuellen Vorlieben oder in sonstigen Fenstern ab.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Femdoms dominieren um ihre private oder berufliche Unterlegenheit zu kompensieren.
Oder den Respekt gegenüber Männern auch in Schubladen stecken.
Nö....
Und doppelt Nö.
Es gibt so viele Männer auf der Welt und die alle habe Angst vor Frauen und das stopfen die sich in 2 Vorgehrnseisen?
Ist doch Unsinn.
Liebe Grüße


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: subderhingabe
Datum: 26.08.10 23:39

Schön geschrieben werte Lady.

ich gebe es offen zu, man findet sich wirklich in vielem wieder, was Sie uns schrieben.

Frauen mit konsequentem Handeln ziehen mich magisch an, dennoch....

ich für mich suche sehr wohl die Eine, mich fordernde Dom der ich mein Leben, meine Leidensfähigkeit schenken könnte.

Nur es wäre für mich zu hart, sich so an eine Sadistin zu wenden, der ich kaum gewachsen sein dürfte....

ich suche sehr wohl wirklich weibliche Herrschaft, doch irgendwie habe ich halt das Problem, einfach noch viel zu soft zu sein, gerade wenn ich mir gewisse Galerieen ansehe, stehe ich zwischen wollen und echt zugebender Angst, daß ich mich überfordern könnte, weil ich trotz meiner gt. 25 Jahre S/M weniger kenne als manche nach ein, zwei Jahren intensiven Spiels....


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Night_Falcon
Datum: 04.10.13 14:13

Natürlich tut es mir innerlich gut, wenn andere Menschen (das müssen nicht unbedingt Frauen sein, auch Erfolg im Job, usw.) mir Zuwendung zuteil kommen lassen. Ich bin aber gereift genung, meinen Selbstwert nicht davon abhängig zu machen.

Ich betreibe meine Neigung nicht, um unbewußte Ängste damit zu kompensieren sondern weil es mir einen Gewinn bringt. Wenn der nicht da wäre, würde ich es bleiben lassen.

Starke Frauen üben auf mich mitunter eine Faszination aus, die daher rührt, auch ihre andere masochistische oder devote Seite kennen lernen zu können. Und vielleicht auch daher, zu erleben, daß sie mir diese Seite ganz freiwillig anvertrauen.


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Vanessa
Datum: 05.10.13 20:57

Hallo Ihr Lieben,

ich glaube, daß wirklich in sich gefestigte Männer, die ein gesundes Selbstbewußtsein besitzen, keine Angst vor Frauen haben. Meiner Erfahrung nach sind es die selbstunsicheren Männer, die Angst vor Frauen haben. Zu einer generellen Lebensangst kommt dann eben oft auch diese Angst. Gefährlich wird es dann nur, wenn solche Männer versuchen, sich auf Kosten einer vermeintlich schwächeren Frau zu profilieren. Leider findet man das hier öfter und da kann ich nur sagen, Finger weg.


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Night_Falcon
Datum: 06.10.13 00:06

Hallo Vanessa,

ich denke, du könntest recht haben.

Aber gilt das nicht generell - auch im realen Leben...
Wer versucht, sich über Schwächere oder Untergebene zu profilieren, ist doch eigentlich selbst arm dran - oder?


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Vanessa
Datum: 06.10.13 16:03

Hallo Night_Falcon,

finde ich auch, wer es nötig hat, sich über vermeintlich Schwächere zu profilieren, der ist selbst arm dran ...

aber erfahrungsgemäß ändert man niemanden und man wird auch solche Leute im Verhalten nicht ändern ... also bleibt in letzter Konsequenz nur die absolute Trennung von solchen Leuten ... ich sage immer, warum sich mit schwierigen Charakteren abgeben, es gibt genug nette Leute

Liebe Grüße


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: Night_Falcon
Datum: 07.10.13 18:18

Hallo Vanessa,

DAS kann ich wirklich nur bestätigen... ;-)


RE: Die Angst der Männer vor den Frauen
Autor: lover1940
Datum: 29.10.13 17:07

--> Alle Männer haben Angst vor Frauen, auch wenn wir dies bestreiten, nicht spüren oder nicht wahrhaben wollen.

Das ist doch ein Totschlagargument, denn wenn man sich dagegen ausspricht, gehört man eben zu denen, die es nicht spüren oder nicht wahrhaben wollen.
Ich hatte nur vor meiner Mutter manchmal Angst, aber in meinem späteren Leben hatte ich nur Angst vor dem, was ich der jeweiligen Frau mir gegenüber zuließ.



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